Bläsergottesdienst mit Kanzelrede

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Bläsergottesdienst mit Kanzelrede

Einladung zum

Gottesdienst mit „Kanzelrede“ am 21. Mai 2017
um 10.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Olsberg
Hier eine kurze Erklärung was die Besucher musikalisch erwartet:
Kirchenmusik im Wandel der Zeiten – Von der Reformation bis heute

Die musikalische Thematik dieses Gottesdienstes lässt uns eine umfassende Zusammenschau über 500 Jahre evangelischer Kirchenmusik erleben. Der Posaunenchor hat in 50-jähriger Arbeit auch sein Instrumentarium auf alle musikalischen Epochen seit der Reformation aufgebaut.
Dank der Unterstützung der „Freunde des Borbergs“ konnten z. B. Barockposaunen und Barocktrompeten angeschafft werden und durch die Hilfe des Posaunenwerks der evgl. Kirche von Westfalen konnten Kuhlo Hörner ausgeliehen werden, um der Gründungsepoche der Posaunenchöre Rechnung zu tragen.

Fast alle Stücke des Abrisses von 500 Jahren Kirchenmusik werden zusammen mit „dem“ Instrument der „musica sacra“ überhaupt, der Orgel, musiziert. Am 21.Mai 2017 besetzt von
Kirchenmusikdirektor Gerd Weimar.

Die „Kanzelrede hält unser ehemaliger Bürgermeister Elmar Reuter unter dem Thema: Reformation und Luther aus seiner Sicht.

1519 disputierten Martin Luther und Johann Eck auf der Leipziger Pleißenburg.  Zum Beginn der Veranstaltung musizierten die Leipziger Stadtpfeifer und der Thomanerchor die Antiphon mit dem Text von Martin Luther: „Veni sancte Spiritus“,“ „Komm heil’ger Geist, Herre Gott“, was deshalb auch bei diesem Gottesdienst als Eingangsstück in doppelchöriger Ausführung als Komposition der Neuzeit von Manfred Schlenker mit Orgel und Bläsern erklingen wird. Mit der Reformation wurde auch die evangelische Kirchenmusik neu organisiert, da lt. Luther: „ Das Evangelium mit Hilfe der Musik ins Herz gehe, sonderlich, wo der Haufe mitsingt“. Wir tun das mit dem ersten Lied: „Nun freut euch lieben Christen g’mein.“ Nach einem doppelchörigen Vorspiel von Matthias Drude folgen die Choralstrophen.

Eine weitere Strophe wird gespielt im Satz von Andreas Raselius, einem Komponisten der Renaissance. Mit der Reformation wurde die Gemeinde durch deutsche Liedtexte aktiv am Gemeindegesang beteiligt. Die Komponisten dieser Zeit schufen daher betont schlichte Sätze, wo die Melodie im Tenor liegt.

Mit Musik zum Lobgesang wird das Klangideal des Barock nach der Erfindung von Naturtrompeten nachempfunden.                                              In der Besetzung von 3 Barocktrompeten, 2 Barockposaunen, Orgel und Pauken wird eine Intrade von Johann Pezelius in der Tradition der „Hof- bzw. Turmmusiken“ zu hören sein.

 

Das vom Vater der Posaunenchorbewegung-„Johannes Kuhlo“ angestrebte Klangideal war singendes Blasen in besonders weit mensurierte Instrumente, was die menschliche Stimme imitieren sollte. Wir versetzen uns in die Epoche der Romantik, der Gründerzeit der Posaunenchöre mit einer Choralstrophe „Nun freut euch lieben Christen g’mein“ von August Reinhard gespielt von einem „Kuhlo-Hornsextett“ in der Besetzung: 3 Kuhlo-Hörner, 1Waldhorn, 1 Tenorhorn und 1 Tuba.

 

Stilepochen des Liedes: „Verleih uns Frieden gnädiglich“

Von der Renaissance bis in die Neuzeit werden die unterschiedlichen Sätze aus diesen Epochen in der Folge musiziert.

Die Choralkomposition von Balthasar Resinarius ist geprägt durch das chorische Prinzip der Renaissance, die Hauptstimme in den Tenor zu setzen. In den Oberstimmen finden wir echoartige Imitationen der Melodie.
Als Gemeindelied folgt nun eine frühbarocke Version des Liedes: „Verleih uns Frieden gnädiglich.“ Nach einem doppelchörigen Vorspiel von Michael Prätorius folgt der Begleitsatz von Hans Leo Hassler.

 

Aus der Kantate 126: „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“ ist der Liedsatz: „Verleih uns Frieden gnädiglich“ als Komposition im Zeitalter des Barock, von Johann Sebastian Bach. Der Liedtext dieser Version hat die Besonderheit, dass der Zusatz: „Gib unserm Fürsten und aller Oberkeit fried und gut Regiment, das wir unter jnen ein gerüglich und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und erbarkeit“ angefügt wurde, was wohl aus der Sorge um den Reichsfrieden erwuchs, den man aufgrund der Glaubensfrage gefährdet sah.

Eine romantische sehr eindrucksvolle Vertonung des Liedes “Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy folgt.

Eine neuzeitliche Version des Liedes: „Verleih uns Frieden“ von Dieter Kanzleiter leitet zum nächsten Block der Kanzelrede über.

Zum Abschluss der Liedgeschichte wird eine neuzeitliche Version von „Verleih uns Frieden“ von Professor Christian Sprenger bei dem der Posaunenchor im Zuge des Sauerland-Herbst schon einige Workshops mit Ziel auf das Reformationsjubiläum besucht hat, erklingen. Dieses Stück beginnt mit einer langsamen Einleitung und geht über in die Antiphon 1, die abschließt mit einem ruhigen Zwischenspiel, das wiederum überleitet in eine Sarabande und die Antiphon 2. Das Stück schließt mit dem Ursprung des Liedes „Verleih uns Frieden“, der gregorianischen Antiphon: „Da pacem domine“.

Das Lied „Lobe den Herren“ verdeutlicht noch einmal die Vielseitigkeit der Kirchenmusik nach Luther. Ein doppelchöriges Vorspiel und in der Begleitung wechselnde Instrumentierung geben diesem ökumenischen Lied die entsprechende Würde.

Dank Luther darf das abschließende Lied: „Großer Gott wir loben dich“ von der Gemeinde kräftig mitgesungen werden. Wir hoffen, dargestellt zu haben, dass die Verkündigung in vielerlei Art und Weise und in allen Stilrichtungen der Kirchenmusik geschieht. Der Klang der Instrumente und die menschliche Stimme verstärken das Wort und gelangen über das Gehörte in die Herzen der Menschen. Dieses klanggewordene Wort soll die Besucher dieses Gottesdienstes mit diesem Lied tief und ausdauernd berühren.

Das Finale aus der Sinfonie Nr.5, der Reformationssinfonie von F.Mendelssohn-Bartholdy als 10-stimmige Bläserbearbeitung , zusätzlich Orgel und Pauken in der Bearbeitung von Johannes Matthias Michel bildet den Abschluss, als „Hymne der Protestanten“, dieses Gottesdienstes.

 

By | 2018-08-22T22:18:34+00:00 Mai 4th, 2017|News|0 Comments

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